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Hot Drape Forming · Präzise Preforms
Kundenspezifische Preforming-Anlagen für hochwertige Composite-Bauteile
Auf einen Blick
Langzauner entwickelt und produziert maßgeschneiderte Anlagen für Hot Drape Forming, Composite Preforming und die automatisierte Herstellung von Faserverbundbauteilen.
Überblick
Unsere Hot-Drape-Forming-Anlagen ermöglichen das kontrollierte Erwärmen, Drapieren, Umformen und Vorverdichten von Prepregs, trockenen Faserhalbzeugen und textilen Lagenpaketen. Dadurch entstehen geometrisch definierte, reproduzierbare Preforms für nachgelagerte Autoklav-, RTM-, Press- oder Konsolidierungsprozesse.
Von der flexiblen Entwicklungsanlage bis zur großformatigen, automatisierten Produktionszelle entwickelt Langzauner die passende Lösung für Ihr Material, Ihre Bauteilgeometrie und Ihre Produktionsanforderungen.
Ihre Vorteile:
Grundlagen
Hot Drape Forming, kurz HDF, ist ein thermisch unterstütztes Preforming-Verfahren, bei dem Faserhalbzeuge mithilfe von Temperatur, Vakuum und einer flexiblen Membran kontrolliert über einem Formwerkzeug drapiert werden.
Das vorbereitete Lagenpaket wird auf beziehungsweise über einem Formwerkzeug positioniert. Durch die kontrollierte Erwärmung wird das Material verformbar. Eine flexible Membran legt sich anschließend unter Vakuum an Material und Werkzeug an und überführt die Faserlagen schonend in die gewünschte dreidimensionale Geometrie.
Das Ergebnis ist eine formstabile und vorverdichtete Composite-Preform, die anschließend beispielsweise in einem Autoklaven, einer Composite-Presse, einem RTM-Prozess oder einer Konsolidierungsanlage weiterverarbeitet werden kann.
Hot Drape Forming eignet sich besonders für:
Verfahren
Ein typischer Hot-Drape-Forming-Prozess besteht aus folgenden Schritten:
Temperatur, Vakuum, Bewegungsabläufe, Heizleistung und Prozesszeiten werden auf Materialsystem, Bauteilgeometrie, Werkzeug und erforderliche Taktzeit abgestimmt.
Referenz
Großformatiges Composite Preforming für die Luftfahrtindustrie
Langzauner realisierte für das Advanced Manufacturing Research Centre – AMRC in Sheffield eine großformatige Hot-Drape-Forming-Anlage als Bestandteil der COMPASS-Forschungs- und Produktionsumgebung.
Die Anlage unterstützt die Entwicklung und Industrialisierung neuer Fertigungsprozesse für großformatige Composite-Strukturen. Sie kombiniert Hot Drape Forming, Infrarotheizung, Vakuumtechnik, Membranführung, aktive Kühlung, Prozesssteuerung und automatisiertes Materialhandling.
Gemeinsam mit der ebenfalls von Langzauner gelieferten großformatigen Pressentechnologie entsteht eine durchgängige Entwicklungs- und Fertigungsumgebung für zukünftige Aerospace-Strukturen.
Großformatiger Langzauner Hot Drape Former mit Heizhaube, Werkzeugtisch und automatisierter Kühlung bei AMRC in Sheffield.
Hintergrund
Ein realisiertes Anlagenbeispiel zeigt die Skalierbarkeit der Langzauner HDF-Technologie. Der kundenspezifisch entwickelte Hot Drape Former verfügt über eine nutzbare Werkzeugfläche von bis zu 11.500 × 3.500 mm und kann Werkzeuge mit einem Gewicht von bis zu 20.000 kg aufnehmen.
Die Anlage verbindet eine verfahrbare Hubeinheit, regelbare Infrarot-Heizfelder, einen Membranrahmen, leistungsfähige Vakuumtechnik, aktive Luftkühlung und eine rezeptbasierte Prozesssteuerung.
Kundenspezifischer Langzauner Hot Drape Former für großformatige Composite- und Aerospace-Strukturen.
Technische Daten der HDF-Referenzanlage
Die folgenden Werte beziehen sich auf eine kundenspezifisch realisierte Referenzanlage. Langzauner legt jede HDF-Anlage individuell für Bauteil, Material, Werkzeug, Temperatur, Taktzeit und Produktionsumgebung aus.
Sie planen ein Projekt mit Preforming? Wir besprechen Anforderungen, Bauteil und Anlage mit Ihnen.
Die Anlage in Zahlen
11.500 × 3.500 mm
maximale Werkzeugfläche
20.000 kg
maximales Werkzeuggewicht
5.000 mm
maximale Öffnungsweite und maximaler Hub
bis 100 mm/s
Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit
624 m³/h
Nennsaugvermögen des Vakuumsystems
ca. 800 mm
Beschickungshöhe
Technische Daten einer kundenspezifisch realisierten Referenzanlage (Langzauner Hot Drape Former LZ-SO): zusätzlich individuell steuerbare Infrarot-Heizfelder, Membranrahmen mit Spann- und Wechselsystem, technischer Enddruck bis 3 mbar ohne Gasballast, aktive Luftkühlung und rezeptbasierte Prozesssteuerung. Langzauner legt jede HDF-Anlage individuell für Bauteil, Material, Werkzeug, Temperatur, Taktzeit und Produktionsumgebung aus.
Vertiefung
Nicht jede Anwendung benötigt eine Anlage mit mehr als elf Metern Werkzeuglänge. Langzauner skaliert das Maschinenkonzept entsprechend dem tatsächlichen Produktionsbedarf.
Definierte Prozessparameter sorgen für wiederholbare Bedingungen beim Erwärmen, Drapieren, Vorverdichten und Kühlen.
Langzauner entwickelt jede Preforming-Anlage auf Basis der konkreten Produktionsaufgabe. Je nach Anwendung können folgende Komponenten integriert werden:
Langzauner Hot-Drape-Forming- und Preforming-Anlagen werden unter anderem eingesetzt für:
Hot Drape Forming ermöglicht die reproduzierbare Herstellung hochwertiger Preforms für komplexe Flugzeugstrukturen mit anspruchsvoller Faserausrichtung und hohen Dokumentationsanforderungen.
Langzauner betrachtet Hot Drape Forming nicht als isolierten Prozess.
Sie möchten einen bestehenden Preforming-Prozess automatisieren, ein neues Composite-Bauteil industrialisieren oder eine vollständige Produktionslinie entwickeln? Wir entwickeln eine.
Langzauner entwickelt seit 1924 Maschinen und kundenspezifische Produktionsanlagen. Unsere Stärke liegt in der Verbindung von Composite-Prozessverständnis, Maschinenbau und Automatisierung.
Ergänzende Details
Relevante Temperaturen, Vakuumwerte, Positionen, Zeiten und Maschinenzustände können abhängig von der Ausführung bauteilbezogen erfasst werden.
Unsere Fachbereiche für mechanische Konstruktion, Elektrotechnik, Software, Automatisierung, Heiztechnik und Maschinenbau arbeiten eng zusammen.
Aus unserem Programm
Häufige Fragen
Hot Drape Forming (HDF) ist ein thermisch unterstütztes Preforming-Verfahren: Faserhalbzeuge werden mit Temperatur, Vakuum und einer flexiblen Membran kontrolliert über einem Formwerkzeug drapiert.
Das Lagenpaket wird auf dem Formwerkzeug positioniert, die Heiz- und Membraneinheit schließt, das Vakuum entzieht die Luft, und das Material wird nach Prozessrezept erwärmt, drapiert und vorverdichtet. Danach wird gekühlt.
Prepregs, trockene Faserhalbzeuge und textile Lagenpakete. Die Preforms gehen anschließend in Autoklav-, RTM-, Press- oder Konsolidierungsprozesse.
Das Konzept skaliert vom kompakten Entwicklungssystem bis zur Großanlage: Ein realisiertes Beispiel bietet eine nutzbare Werkzeugfläche von bis zu 11.500 × 3.500 mm und nimmt Werkzeuge bis 20.000 kg auf.
Für komplexe dreidimensionale Geometrien wie lange Profile, Stringer, Spante, Panels und Schalen, vor allem in der Luftfahrt, aber auch bei Drohnen- und UAV-Strukturen.
Schildern Sie uns Bauteil, Material und Zielstückzahl – wir sagen Ihnen, was zu Ihrem Prozess passt.